Nix Halbes und nix Ganzes

Wie im letzten Eintrag versprochen, geht es heute mal wieder ums stricken. Leider ist meine Lust zu stricken seit der Geburt meines Sohnes wie weg geblasen. Und ich habe noch keine Möglichkeit gefunden, sie zurück zu holen. Ich hatte ja schon öfter mal eine kleine Flaute, aber so lange hat das noch nie gedauert.

In den letzten Monaten habe ich an genau zwei Projekten gestrickt. Und beide sind keine „echten“ Projekte. Also keine Anleitung, keine speziell dafür ausgewählte Wolle, nix.

Kurz vor der Geburt habe ich einen Loop aus self-striping Sockenwolleresten angefangen.

Dafür habe ich einfach 100 Maschen angeschlagen und die einzelnen Reste mit einem „russian join“ verbunden. Schönes, sinnfreies Stricken.

Ich hatte das Strickzeug sogar im Krankenhaus dabei und habe immer mal wieder ein paar Maschen daran gestrickt.

Mittlerweile bin ich bei meinem letzten Rest angekommen und habe fest gestellt, dass ich dringen noch ein paar Sockenpaare stricken muss. Denn der Loop ist mir noch zu kurz.

Das Problem ist nur, dass ich überhaupt gar keine Lust auf Sockenstricken habe. Das ist mir noch nie passiert. Bis jetzt waren Socken immer mein go-to Gestrick, wenn ich ansonsten keine Lust auf stricken hatte.

Das ärgert mich gerade total. Immerhin werden die Tage kürzer und hier ist es mittlerweile echt kalt. Ich könnte den Loop gut gebrauchen.

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Mein anderes Projekt ist eine Decke für meinen Mann. Das Projekt habe ich 2008 angefangen. Ja, genau. 2008! Das war vor sieben Jahren. Unglaublich, oder? Und das ist noch nicht mal mein ältestes UFO. Ja, ich schäme mich ein kleines bisschen.

Auf dem Bild sieht man auch mein tolles Design. 🙂 Ich stricke jetzt erst mal das Mittelteil aus Schulz-Ecken. Danach gibts eine einfarbige Umrandung, nochmal Schulz-Ecken und eine Abschlussumrandung. Die Wolle für die nächsten Ecken ist ausgesucht und das einfarbige Garn kaufe ich morgen. Komischerweise ist das hier das einzige Projekt, auf das ich so richtig Lust habe. Aber das ist gut so. Immerhin ist die Decke seit einer Ewigkeit auf den Nadeln.

Ich stricke meine Ecken mit doppelter Wolle und fange mit 53 Maschen an. Dementsprechend werden sie relativ groß. Aber das macht nix. Immerhin muss man für jede Ecke 2 Fäden vernähen. Und kleinere Ecken bedeuten nur mehr Fäden. 😉

Ich werde jetzt so weiter stricken, bis die Wolle ausgeht. Dann kommt die erste Umrandung. Hoffentlich werden es insgesamt 6 Reihen auf 8 Ecken. Dann habe ich eine gute Grundform. Die Decke soll am Ende ca. 2 Meter auf 1,6 Meter groß werden. So richtig zum rein kuscheln.

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2 Antworten zu Nix Halbes und nix Ganzes

  1. DelightedHands schreibt:

    Be patient with yourself-your knitting mojo with return. (Yes,, I know it is scary not to have socks on the needles!) It is hard work to ‚create‘ a son and it just used up the creativity for a bit!
    The blanket is beautiful!

  2. Sabine schreibt:

    Hm, und ich habe hier immer noch einen Vorhangstoff herumliegen der genaeht werden muss. Die Gardine habe ich immerhin schon fertig. 🙂

    Meiner Erfahrung nach kommt man mit einem Kind erstmal zu garnichts mehr und muss sein Leben komplett neu sortieren. Und dann kommt irgendwann der Zeitpunkt wo man sich an Dinge erinnert die einem wichtig sind und man die Gelegenheit hat die wieder aufzugreifen. Deine Decke ist ein tolles Projekt und wird ganz bestimmt gerne genutzt werden! 😀

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